Mariska de Groot

 

Mariska de Groot (1982, NL) ist von den Phänomenen und der Geschichte des optischen Klangs fasziniert und produziert und komponiert für umfassende analoge Licht-zu-Ton-Instrumente und -Installationen, die dieses Prinzip auf neue Weise erforschen. Ihre Arbeit bezieht sich oft auf Medieninnovationen der Vergangenheit, mit denen sie eine multisensorische und phänomenologische Erfahrung in Licht, Klang, Bewegung und Raum anregen will.

Mariska erwarb ihren BA in Grafikdesign in Arnheim (2000-2005) und erhielt 2012 ihr Masterdiplom an der ArtScience Interfakulty. 2009/2010 erhielt sie ein Startstipendium des Fonds BKVB. 2012 gewann sie den BNG Workspace12-Projektpreis, und 2014 den O68-Preis für deutsch-niederländische Künstler. 2016 erhielt sie die Creative Industries Talent Development Förderung.

 

Projekt NIBIRU

Niemand hat Nibiru jemals entdeckt – den "Planeten der Überquerung" - der neunte Planet, von dem gesagt wird, dass er unser Sonnensystem in 3000 Jahren besuchen wird. Mit seiner gewaltigen Masse und seiner langgestreckten, unterschiedlich gewinkelten Umlaufbahn verursacht er bei den uns bekannten Planeten leichte Orientierungsfehler, was ihre unklare Lage im Vergleich zu den von Menschen gemachten Berechnungen erklären würde.

Fasziniert von dieser Geschichte thematisiert Mariska de Groot die Position und Bewegung dieses verlorenen Planeten. Wie sieht die seit Galaxien exisitierende Choreographie von Nibiru aus?

Ihr Nibiru ist ein audiovisuelles Performanceinstrument, das aus einfachen, aber instabilen handgefertigten Pendeloszillatoren konstruiert wurde. Die Pendel werden durch rhythmische Körperbewegungen aktiviert, die wiederum komplexe krummlinige Muster in schwarzkreidebehandeltes Glas kratzen.

Geräusche von Instabilität und Widerstand in der Vorrichtung werden verstärkt und Klangmuster werden durch lichtempfindliche Lautsprecher erzeugt, die das sich ändernde projizierte geometrische Linienbild abtasten.

Rhythmische Bewegung, Licht und Klang kommen auf natürliche Weise als Analogie für kosmologische Bahnen zusammen, während die Zeichnung zu einer geplotteten Chronik des Nibiru-Tanzes wird.

 

Foto © Pieter Kers
 
Donnerstag | 11. OKTober 18 | 20.00 Uhr

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