Marco Ciciliani // Barbara Lüneburg

 

Kilgore von Marko Ciciliani ist als Spielumgebung konzipiert, in der die Darsteller mit verschiedenen Elementen interagieren, die verschiedene Klänge erzeugen. Spielmissionen, die von den Spielern erfüllt werden müssen, führen zu einer musikalischen Form, die mit jeder Aufführung in ihren Details variiert, aber in ihrer generellen Richtung konsistent bleibt.

Die gesamte Umgebung kann als ein Spiel betrachtet werden, das gleichzeitig als dynamische Partitur und erweitertes Instrumentendesign dient. Die Aktivitäten finden zunächst in einer Landschaft statt, in der die Darsteller mit verschiedenen Objekten interagieren müssen. Später werden die Aktivitäten in ein Haus auf einer Insel verlagert, wo verschiedene audiovisuelle Ereignisse stattfinden.

Ein wiederkehrendes Thema in dem Stück ist der (falsche) Gebrauch von Wagners "Walkürenritt" in nationalistischen Kontexten der Filmgeschichte. Die in "Kilgore" verwendeten Fragmente umfassen die Wochenschau vom 30. Mai 1941 und D.W. Griffiths "Geburt einer Nation" von 1915.

"Kilgore" wurde im Rahmen der künstlerischen Forschungsprojekts GAPPP - Gamified Audiovisual Performance und Performance Practice (AR364-G24) realisiert, das seit 2016 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz läuft.

Fotos © Stefanie Luger // Mihai Cucu
 
Samstag | 13. OKTober 18 | 20.00 Uhr

Evinger Schloss Dortmund