HERne 
Freitag | 12. OKTober 18 | 20.00 Uhr
Flottmann-Hallen, Flottmannstr. 94
44625 Herne

20:00 Jenny Ocampo // Eric Wong (COL/D)
20:30 Graham Dunning (GB)
21:00 Les Trucs (D)
21:30 Lorenzo Senni (I)
 
Tageskarte: 15,-€ | Ermäßigt: 11,-€
 
 

JENNY OCAMPO // ERIC WONG „S - an encounter with time and silence“. Die kolumbianische Choreografin und Tänzerin Jenny Ocampo und der amerikanische Gitarrist Eric Wong vertiefen ihre Forschung von Zeit und Stille, um sie in Klang und Bewegung zu erweitern. "S" ist ein Raum, der ausgefüllt werden muss, ein Nichts, aus dem alles hervorgehen kann. Körper und Klang manifestieren ihre Anwesenheit und Abwesenheit; Emotionen werden zu einem unendlichen Raum von Erinnerungen.

 
 
 

GRAHAM DUNNING - setzt fort, was Sonic Robots bei der Premiere von BLAUES RAUSCHEN 2017 live gezeigt hat. Der britische Experimentalmusiker bringt "Mechanical Techno" auf die Bühne. Geräusche, Klänge, Loops - aus immer wiederkehrenden Rhythmus- und Melodiefragmenten schichtet Dunning seine Sounds auf. Sein Instrument: modifizierte Plattenspieler. Seine Installation wird von mehreren Kameras an verschiedenen Stellen des Setups ergänzt, um Nahaufnahmen der Mechanismen bei der Arbeit zu zeigen. "Mixed live" gleichzeitig mit dem Erstellen der Musik, sind die Visuals, sowohl Demonstrationshilfe als auch psychedelische Lightshow.

 
 
 

LES TRUCS - ein zweiköpfiger Zirkus betritt die Manege und verwandelt das Publikum in eine zuckende Masse. Musiker und klangerzeugende Apparaturen werden zu einer symbiotischen Kreatur aus Knöpfen, Reglern und Gliedmaßen, so dass letztlich nicht mehr auszumachen ist, wer wen bedient oder steuert. Mensch/Maschine revisited. Ihr Arbeitsplatz ist voller elektrischer und elektronischer Instrumente, die sie derart miteinander verbinden, dass neue Klangkörper entstehen. Ihre Kunst ist hemmungslos sprunghaft zwischen Pop und Performance-Art. Charlotte Simon und Zink Tonsur klingen dabei wie eine Mischung aus Die Antwoord und Die Goldenen Zitronen - oder wie eine R'n'B-Version von Klaus Nomi und Wendy Carlos.

 
 
 

LORENZO SENNI - Niemand hört sich an wie Senni. Stolpernde Arpeggios und Surround-Loops durchbrechen das Laser-Gewitter, um gleich mit der Fallgeschwin-digkeit eines „Top Thrill Dragsters“ den Puls auf dem Floor ins Chaos treiben. Der Mailänder zerhackt, schneidet und mixt seine persönlichen Lieblingshäppchen des viel verleumdeten Genres „Techno". Getrieben von einem stetigen Experimentierdrang nestelt er solange an den Nahtstellen verschiedener Dance-Genres herum, bis er deren Wirbelsäulen extrahiert hat und sie sich wild tanzend um den Kopf schwingt. Seine konsequente Dekonstruktion der Sound- und Rave-Kultur in den 90ern, die sorgfältige Analyse ihrer Bestandteile und die Wiederverwendung in einem neuen Kontext, mit Wiederholung und Isolation als Schlüsselbegriffe, nennt er "Pointillistische Trance" Oder auch "Rave Voyeurism". Bislang vier Alben und eine Handvoll exzellenter Singles / EPs, unter anderem auf seinem eigenen Label Presto!™ sind das hörenswerte Ergebnis. Abstrakt, aber durch geschickt ausgelöste Kettenreaktionen absolut tanzbar.

 
 
 
Bühne